INTERFERENZ-STUDIEN

Ziel des sysVASC Konsortiums ist es klinisch einsetzbare Biomarker auszuwählen und sich deren Potential für die Entwicklung neuer Medikamente zu widmen. Die Wirkstoffkandidaten sollen im Rahmen von Interferenz-Versuchen auf ihre Effizienz bei der Pathogenese getestet werden. Auf Grundlage der beobachteten Effekte in vitro kann auf das therapeutische Potential eines Wirkstoffes in vivo geschlossen werden. Dieser Schritt ist wichtig für den Auswahlprozess und ermöglicht eine Schwerpunktsetzung bei den Wirkstoffen.

Anschließend wird eine In-Vitro-Validierung durchgeführt, um die Zahl der ausgewählten Wirkstoffe einzuschränken und nur die vielversprechendsten Wirkstoffe in In-Vivo-Interferenz-Studien zu untersuchen. Diese Vorgehensweise reduziert die Anzahl der Tierversuche auf ein Minimum und das "Konzept der 3 R" kann befolgt werden (Reduction, Refinement, Replacement), damit wenige zielgerichtete Tierversuche mit weniger Tieren stattfinden.

Je nach identifizierten Zielmolekülen werden dann vereinfachte, für kardiovaskuläre Krankheiten relevante Zell-Modellversuche eingesetzt, bei denen Gefäßendothel-, glatte Muskel- oder Entzündungszellen verwendet werden. Das In-Vivo-Tiermodell, dass die höchsten Übereinstimmungen mit der Humanerkrankung aufweist wird anschließend für die Zielmolekül-Validierung verwendet.

Ziel ist es Daten zu den Auswirkungen von rund 5 vielversprechenden Wirkstoffen in Langzeitstudien zu erhalten. Diese Wirkstoffe sollen auf Plaquebildung, Entzündung und Herzfunktion untersucht werden.

 

Die mögliche Toxizität der Wirkstoffkandidaten wird im Rahmen bewährter Versuche durch Analyse u.a. der Membranintegrität und des Gesamtproteingehalts erforscht. Interferenz-Wirkstoffe mit toxischen Effekten werden in vivo nicht eingesetzt. Alle Analysen beinhalten eine Dosis-Wirkung-Studie, um die angemessene Dosis für anschließende In-Vivo-Studien zu ermitteln.

Dabei soll die Effizienz der Interferenz-Versuche durch Veränderung des Ausdrucks oder der Aktivität des Zielmoleküls oder der relevantesten und am leichtest zu messenden Downstream-Moleküle untersucht werden.

Eine Kurzzeit In-Vivo-Optimierungsphase wird verwendet, um starke Nebenwirkungen zu erkennen und spezifische Wirkstoffe auszuschließen oder Wirkstoffdosierungen zu ändern. Bei jedem Modell variiert der Zeitpunkt der Verabreichung des Wirkstoffs, um die Wirksamkeit der Behandlung in verschiedenen Krankheitsstadien erforschen zu können.

 

Letzte Aktualisierung: 01/April/2015

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