MODELLSYSTEME FÜR KARDIOVASKULÄRE ERKRANKUNGEN

Manche komplexe Erkrankungen weisen Prozesse auf, die nur in Lebendorganismen untersucht werden können. Dies gilt auch für kardiovaskuläre Erkrankungen. Der Einsatz von Tiermodellen (ebenfalls In-Vivo-Modelle genannt) ist daher grundlegend für die Entwicklung neuer und effizientere Diagnose- und Behandlungsmethoden von Erkrankungen. Das sysVASC Konsortium widmet sich der Auswahl jener Modelle, die am besten kardiovaskuläre Erkrankungen beim Menschen nachahmen, um unser Verständnis der Schlüsselmechanismen bei der Krankheitsentwicklung zu verbessern. Die Tierversuche werden verantwortungsvoll und unter strikter Einhaltung nationaler und internationaler Bestimmungen sowie von speziell dafür ausgebildetem Personal durchgeführt, um eine human vertretbare Behandlung von Tieren zu gewährleisten.

Im Rahmen des sysVASC Projekts werden kleine Tiermodelle verwendet, die die Hauptrisikofaktoren wie beim Menschen aufweisen, wie Hypertonie, Diabetes und Hypercholesterinämie. Dadurch können übereinstimmende Krankheitsmerkmale erkannt und anschließend die passendsten Modelle zum Testen neuer Zielmoleküle ausgewählt werden.

Die uns derzeit zur Verfügung stehenden In-Vivo-Modelle ahmen bestimmte Eigenschaften menschlicher makrovaskulärer Erkrankungen nach und weisen drei der wichtigsten pathophysiologischen Aspekte auf: Diabetes, Hypertonie und Hypercholesterinämie. Zur Zeit gibt es aber kein In-Vivo-Modell, dass alle Aspekte menschlicher kardiovaskulärer Erkrankungen gleichzeitig behandelt. Dies erschwert das Verständnis und die Entwicklung therapeutischer Ansätze beim Myokardinfarkt.

Daher verwendet das sysVASC Konsortium unterschiedliche kleine Modellorganismen (Mäuse und Ratten), um die verschiedenen Aspekte der Erkrankung systematisch untersuchen zu können. Dabei werden ein Hypertonie-, ein Arteriosklerose-, ein Diabetes-Versuchsmodell, eine Kombination aus Arteriosklerose- und Diabetes-Versuchsmodell, ein Versuchsmodell mit Aorten-Überdruck sowie ein Modell zur arteriosklerotischen Plaqueruptur eingesetzt.

Das erst jüngst entwickelte Modell zur arteriosklerotischen Plaqueruptur hat den Vorteil, dass es die eigentliche Pathologie beim Menschen besser widerspiegelt. Mit den verschiedenen Modellen kann das Konsortium nicht nur Übereinstimmungen sondern auch ausschließenden Gründe für Gefäßveränderungen bei Diabetes, Dyslipidämie und Hypertonie untersuchen.

 

Letzte Aktualisierung: 01/April/2015

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