ZIELMOLEKÜL-VALIDIERUNG

Ein therapeutisches Zielmolekül ist eine molekulare Struktur in einem Organismus, mit dem pharmakologisch interagiert werden kann, um durch einen gewünschten Effekt eine Krankheit zu bremsen. Moderne Ansätze bei der Arzneimittelentdeckung zielen darauf ab, pathologische Prozesse aufzuklären, um für die Krankheitsentwicklung relevante Moleküle zu identifizieren. Einen erwünschten Behandlungseffekt erzielt man, wenn man die Aktivität eines therapeutischen Zielmoleküls durch einen möglichen Wirkstoff verändert. Die meisten therapeutischen Zielmoleküle sind Proteine, können aber auch Nukleinsäuren sein (wie DNA oder RNA).

Die Entwicklung neuer Therapien ist ein langsamer Prozess. Daher ist die Erforschung innovativer und effizienterer Strategien für die Validierung neuer Zielmoleküle grundlegend, um mit neuartigen Wirkstoffen kardiovaskuläre Erkrankungen besser behandeln zu können.

Hauptziel des sysVASC Konsortiums ist die Untersuchung der Prozesse, die am Voranschreiten früher kardiovaskulärer Erkrankungen beteiligt sind, um so relevante therapeutische Zielmoleküle zu identifizieren und in krankheitsspezifischen Modellen zu validieren. Die Integration breiter Datensätze von Tiermodellen und klinischen Studien bietet dem Konsortium die Möglichkeit, die vielversprechendsten therapeutischen Zielmoleküle zu identifizieren und anschließend zu validieren.

 

Nicht alle bei der Ausbildung kardiovaskulärer Erkrankungen als entscheidend identifizierte Faktoren können anschließend als therapeutische Zielmoleküle verwendet werden. Daher ist die Validierung von Wirkstoffen ein wichtiger Schritt zur Chancenverbesserung bei der erfolgreichen Entwicklung einer neuen Behandlung. Durch den systemorientierten Ansatz können die Netzwerke identifiziert werden, in denen mögliche Wirkstoffe eine entscheidende Rolle spielen und so die effizientesten Zielmoleküle für eine Behandlung gefunden werden.

Die drei innovativen Hauptaspekte für die Zielmolekülentdeckung bei sysVASC sind:

  • Einsatz modernster systembiologischer Ansätze zur Integration hochwertiger molekularer und klinischer Daten. Mit dieser Art der Analyse können auslösende Faktoren und klinisch relevante Endpunkte der Erkrankung in Zusammenhang gebracht und so prädiktive therapeutische Zielmoleküle identifiziert werden.
  • Die an der Erkrankung von Menschen und in Tiermodellen beteiligten Hauptfaktoren werden verglichen, um die geeignetsten Modelle für gewisse Aspekte des Krankheitsverlaufs beim Menschen zu identifizieren.
  • Neuartige prädiktive therapeutische Zielmoleküle vom Menschen werden in eigenen prä-klinischen Modellen für anschließende Arzneimittel-Entwicklungsstudien validiert.
Letzte Aktualisierung: 01/April/2015

 

 

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen